Breaking: Die Sonne scheint

Ich gebe zu, dass meine Stimmung sehr stark wetterabhängig schwankt. Bei diesen Aussichten bin ich jedoch bis mindestens nächsten Dienstag hervorragender Stimmung. Es frühlingt. E.N.D.L.I.C.H.

Hören | Nachdem ich von einer netten Leserin – vielen Dank nochmals ! – den guten Tipp bekommen habe, dass es das Buch von Johann Scheerer (dem Sohn von Jan Philipp Reemtsma, wir sprachen darüber) auch als Hörbuch bekommen kann, war ich natürlich gleich Feuer und Flamme und habe mein Monatsguthaben bei Audible investiert. Und der Tipp kam genau zur richtigen Zeit: der „ZEIT Verbrechen“-Podcast ist nämlich leergehört.

Blush | Heute hatten wir Office-Meeting, was bedeutet, dass sich alle Mitarbeiter für eine Stunde versammeln und über Neues aus dem Unternehmen informiert werden. Und über Neue. Leider. Für mich bedeutete das nämlich, dass ich vor einer großen Gruppe von Menschen, die ich nicht oder so gut wie nicht kenne über ein Thema sprechen musste, das mir nicht besonders liegt: Me.

Jekyll & Hyde | Es gibt diese Menschen, die Emails auf eine Art und in einem Tonfall schreiben, dass mir beim Lesen automatisch das Messer in der Tasche aufgeht. Und dann begegnen mir dieselben Menschen in Person – oder auch am Telefon – und sie sind die Ruhe und Freundlichkeit selbst, manchmal sogar wirklich liebenswert. Wie kommt das nur, dass zwei Bilder einer Person so weit auseinander klaffen können? Haben diese Menschen ein misanthropisches Schreib-Ich und ein philanthropisches Rede-Ich? Oder liegt es es einfach daran, dass sie in der Distanz des Schreibens mutiger sind und sich gar ein bisschen hinter den Buchstaben verstecken? Solche Menschen geben mir Rätsel auf, denn ich bin mir nie sicher – welche Inszenierung denn dem echten Menschen dahinter am nächsten kommt.

Wertschätzchen | Es gibt Momente, in denen ich mich natürlich auch frage, ob es richtig und klug war, Titel, Verantwortlichkeit und Karriere gegen einen Neuanfang mit unklarem Ausgang einzutauschen. Und dann sagt plötzlich jemand aus dem Team „Ich bin sehr dankbar für Dein Feedback“ und „Es ist toll, dass Du mich hier unterstützt hast“ und ich weiß, dass es das Schlauste war, was ich tun konnte.

Titelbild: Nitin Dhumal via Pexels

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