Kuchen & Pillen

Heute bin ich um kurz vor acht mit der S-Bahn in Vaterstetten losgefahren und um kurz vor neun mit der Tram in Berlin angekommen.

Kreativquartier | Natürlich bin ich nicht wirklich in einer Stunde von einem Münchner Vorort nach Berlin gereist, aber doch in den aus meiner Sicht berlinsten Teil der Stadt, der sich gerade rund um den Neuhauser Leonrodplatz ausrollt. Hier, gleich neben dem Schwere Reiter Tanz-und-Musiktheater hat mein neuer Arbeitgeber eine kleine Stadtdependance, Tür an Tür mit Start-ups und Kreativen. Perfekt für einen Workshoptag! Zum Mittagessen sind wir in der (sehr unpräentiösen) Import Export Kantine eingekehrt, die aus mindestens zwei Gründen besonders erwähnenswert ist:

  1. … kochen dort Menschen mit Fluchthintergrund Gerichte aus ihrer Heimat.
  2. … zahlt jede für den vegetarisch/veganen Mittagstisch, was sie zu zahlen bereit ist (innerhalb einer festgelegten Preisspanne).

Nachbarinnen | Gleich neben unserem Workshopraum im Kreativquartier begegnete mir dann im Flur Julia, die ich im letzten Herbst über Lina kennenlernte und die dort mit ihrem tollen Start-up Kontextlab ihr Büro hat. Was für ein schöner Zufall!

Ommas | Und was würde besser in ein solches Umfeld passen als ein echter Omakuchen vom social Start-up Kuchentratsch. Kuchentratsch hat es sich zum Ziel gesetzt Seniorinnen und Senioren eine sinnstiftende Tätigkeit anzubieten und sie ein Teil einer Gemeinschaft werden zu lassen. Und dass sie damit ein bisschen was zu ihrer Rente dazu verdienen können, ist ein guter Nebeneffekt. Bei uns gab es heute den Karottenkuchen von Oma Irmgard und es war der mit Abstand beste Karottenkuchen, den ich jemals gegessen habe. Omakuchen werden übrigens nicht nur von echten Omas gebacken, sondern – innerhalb Münchens – auch von echten Liefer-Opas ausgeliefert. So eine schöne und wertvolle Idee.

Apropos Start-ups | Da mich schon seit längerer Zeit das Gefühl umtreibt, dass ich nicht mit allen Nährstoffen gleichermaßen gut versorgt bin, bin ich beim Netzcruisen neulich an einer Werbung von „Made for…“ hängengeblieben. „Made for…“ ist ein Start-up aus Berlin, das personalisierte Nährstoffpakete in Abo anbietet. Im ersten Schritt gibt es eine kleine Online-Analyse zu den persönlichen Ernährungsgewohnheiten und darauf basierend dann einen Paketvorschlag. Ein Konzept, das mir sofort einleuchtete und bei dem ich prompt Abonnentin wurde (das Abo lässt sich jederzeit ohne Frist kündigen). Heute kam mein Paket an und auch wenn ich die Pillen-Portionen wirklich praktisch finde, wäre ich noch viel glücklicher damit, wenn sie nicht jeweils in Plastik verpackt wären. Das gibt leider Abzüge in der B-Note.

Titelbild: rawpixel.com via Pexels

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