Ringelpietz mit Anstecken

Weil man sich das Beste ja bekanntlich bis zum Schluss aufhebt, kommt jetzt also mein persönliches Highlight des Tages. Ihr ahnt es. Es ist DAS HIER.

Sträflich | Natürlich weiß ich genau so gut wie die geneigten Leser*innen, dass ich gestern erneut sehr nachlässig war und einfach nicht gebloggt habe. Wobei einfach jetzt einfacher klingt als es ist, denn in Wirklichkeit fällt es mir eher schwer einfach nicht zu bloggen. Ich habe ja schließlich eine Verantwortung. Wenn nicht sogar viele! Aber es gibt Dinge im Leben von w,m und d, die stellen sich einfach so in den Weg und da machste dann nix. Normalerweise entspräche es mir, an dieser Stelle Besserung zu geloben, aber ich lasse es sein. Denn: Et Lebbe!

Ringelpietz | Da die beiden Kinderbetreuungseinrichtungen es wohl sehr lustig fanden, ihren Teamtag auf den 1. April zu legen, hatte ich gestern einen weder wirklich freiwilligen noch dringend benötigten Urlaubstag, der dann standesgemäß damit begann, dass der größere der kleinen Herren, der den Vormittag eigentlich im Klassenzimmer zu verbringen gedachte, mit lustig gerötetem Gesicht und spannenden Mustern an Armen und Beinen am Frühstückstisch erschien und bemerkte, dass es jucke. Mein messerscharfer Sachverstand, Google und ein Besuch bei Dr. Kampouridis brachten schnell die Ursache allen Übels hervor: Er hatte sich mit Ringelröteln angesteckt, was immerhin lustiger klingt als Mumps oder Windpocken (Impfet!!!). Das wirklich Lustige an diese Ringelröteln ist, dass sie dann, wenn man sie sehen kann, nicht mehr ansteckend sind, nur davor, wenn man sie noch nicht sehen kann. Der kleine Samuel aus Roth, den die Kinder am Wochenende auf dem Spielplatz kennenlernten, wird sicher verstehen, was ich meine. *räusper* Nun hatte unser Patient neben diesem unterhaltsamen Ausschlag keine Symptome, so dass der erste Schreck aus der Morgenstunde gegen Mittag bereits vergessen war. Wie gut, dass der zweite Schreck noch folgte.

Herr F. | Herr F., der gestern Abend mit seiner lieben Gattin auf dem Rückweg von Vaterstetten in seinen Heimatort war, bog – geblendet von der sich schlafen legenden Sonne – mit Schmackes links in die linke Hintertür des Mannes ein und hinterließ dort ein ziemliches Gemetzel. Die Fs und der Mann blieben unversehrt. Dem Auto geht es hingegen nicht besonders. Was nachvollziehbar ist, denn es hatte sich eigentlich auf eine kurz bevorstehende Frischzellenkur gefreut, bei der die Spuren von Frau Gs etwas ungestümen Parkverhalten vor wenigen Wochen beseitigt werden sollten. Und auf den in zwei Wochen bevorstehenden Urlaub….

Falls übrigens Interesse besteht, mal ein Lied über Versicherungen, Werkstätten, Mietwagenfirmen, Gutachter und Anwälte, kann Euch der Mann bei Gelegenheit eines davon singen.

Sommerfest | Lange waren die besten Sommerfeste meines Lebens die in meiner Zeit bei der Bank24 in der Auermühle in Bonn Graurheindorf. In diesem Jahr wird sich das vermutlich ändern. Denn: am 1. Juni 2019 findet das das Sommerfest unserer Grundschule statt und ich bin Teil des Organisationskommittees. Gestern Abend traf sich eben jenes zu einer ausgedehnten konspirativen Sitzung (aka „Kickoff“) beim Michael und befand über die Zukunft von 36 Kilo Leberkäse, 300 Putenwienern und rund 1000 Semmeln, die aber eher Brötchen sein sollen. Und nur, falls Ihr Euch wundert, was wir Vegetarier essen. Für „DIE“ gibt es selbstverständlich das Salatbuffet und die Kuchentheke – bitteschön! (Als Carnivore hat man glaube ich keine Vorstellung davon, wieviel Fleisch im deutschen Durchschnittsalatbuffet so lauert, aber der Kuchen, ich glaube, der ist safe.) Und falls Ihr Euch fragt, ob wir auch in diesem Jahr wieder die leckere Apfel-Waldbeeren-Sport-Schorle im Ausschank haben, lautet die Antwort ja. Sofern ich nicht meinen Einsatz als Chief Tirst Quencher verpasse und daran denke, die zahlreichen Getränke samt Kühlwagen frei Bordsteinkante zu bestellen. Getränke kann ich. Schade nur, dass das Heranschaffen der Hüpfburg und das Kinderschminken nun von anderen übernommen werden. *hust*

Titelbild: Wendy Wei via Pexels

5 Kommentare

  1. Carnivore haben nicht nur keine Vorstellung, wie viel Fleisch so am Buffet abgeworfen wird, sie neigen auch dazu, die vegetarischen Hauptspeisen als üppige Beilagen anzusehen und gleich mit zu verspeisen.
    Und dann lästern sie in der Schlange, weil die Vegetarier mal wieder als erste anstehen.

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      1. „Wenn Du kein Fleisch isst, kann ich Dir ne Wurst braten.“
        oder auf einer Speisekarte in einem teureren Restaurant in Kevelaer:
        „Die Gerichte auf dieser Seite sind überwiegend vegetarisch“
        Frage an die Bedienung: „Ich sehe da kein Gericht, in dem Fleisch oder Fisch ist, was bedeutet ‚überwiegend vegetarisch‘?“
        Bedienung: „Manchmal hat der Koch zum Beispiel keine Gemüsebrühe mehr, dann…“
        Ich: „Danke, mir reicht dann ein Kaffee.“

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  2. Ich muss unbedingt mal dieses Video suchen, dass ich mal an einem Buffet aufnahm. Ein gutes Kölsches Buffet. Vom ortsansässigen Caterer. Es gab für uns immerhin grünen Salat und Brot und ich sichtete meinen ersten Mettigel in freier Wildbahn. Vielleicht war es auch ein Mettferkel, bei der Größe konnte ich nicht sicher sein.

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