Vermissen Einself

tl;dr | Morgen geht die Re:publica in Berlin los und das wäre eigentlich sehr toll, gäbe es nicht diesen einen, entscheidenden Haken: Ich kann in diesem Jahr nicht dabei sein. Dem Großartigwerden der #rp19 (wie wir sie liebevoll nennen) tut dieses Detail keinen Abbruch, aber mich stürzt es schon seit ein paar Wochen in Gelegenheitsmelancholie. Denn die #rp19 ist nicht nur eine beliebige Digital-Konferenz, sie ist Happening (besser als Fyre!), Klassentreffen, Chillout-Zone und einfach ein guter Ort. Zwar denke ich jedes Jahr am Ende des Festivals „mal sehen, ob ich nächstes Jahr wieder hingehe“, aber sobald die Early-Bird-Kasse geöffnet wird, stehe ich vorne in der Schlange und sichere mir einen Platz. Weil es so gehört. Auch dieses Jahr hatte ich ein Ticket, aber nachdem ich ab Mittwochabend wieder in Richtung Osnabrück unterwegs sein werde, wäre das ein bisschen viel Abwesenheit in einer Woche gewesen. Die Vernunft erkennt sowas und handelt entsprechend erwachsen. Und das auch, obwohl sie weiß, dass mir in diesem Jahr ein paar besonders wertvolle Leckerbissen durch die Lappen gehen. Ich hoffe ein bisschen darauf, dass ich mir zumindest den Stream werde ansehen können, oder – wenn es hart auf hart kommt, die Konserve danach. Dass das aber nicht dasselbe ist, dass muss ich wohl nicht erwähnen. Und weil es mir das Herz so schwer macht, selbst nicht da sein zu können, wünsche ich mir von den vielen über die Jahre arg lieb gewonnenen Menschen, dass sie mich bei den mir wichtigsten Vorträgen beim ultimativen Fangirlen vertritt.

Zu nennen ist da der obligatorische Sascha, bei dem ich immer in der ersten Reihe sitzen muss (und wenn ich dafür eine Stunde vorher komme), weil er so schön und wahr spricht. Und dann Marcus , der nicht nur ein wundervoller und weiser Mentor für mich geworden ist, sondern der darüber hinaus noch über so viele verrückte Ideen außergewöhnliche Talente und abgefahrene Superheldenkräfte verfügt, dass ich voll mit tiefer Bewunderung bin. Unerträglich scheint mit indes, dass mein zweites Highlight des zweiten Tages zur exakt selben Zeit stattfinden wird. Wie kann man denn bitte so herz- und gedankenlos sein, die erste Twitterlesung seit Jahren in quasi kompletter Originalbesetzung AUSGERECHNET parallel zu Marcus zu platzieren? Das geht doch so nicht! Falls Ihr Euch nicht entscheiden könnt – ich würde zu Marcus gehen, denn das andere könnt Ihr zur Not ja auch noch selbst bei Twitter nachlesen.

Auf die Ohren | Erst kürzlich habe ich über meine Timeline wieder einen neuen Podcast entdeckt, den ich bisher unerklärlicherweise nicht kannte, in den ich mich aber schockverliebte. Es handelt sich um Der Role Models Podcast und heute habe ich mir die jüngste Folge mit Teresa Bücker angehört, die ich wirklich sehr verehre und die netterweise auch schon bei Fünf Bücher mitgemacht hat. Neben anderen spannenden Themen geht es in dem Interview auch um Teresas Liebe zum Schreiben und das hat mich sehr berührt, denn alles, was sie dazu sagt, kann ich ohne Weiteres unterschreiben. Und dass Teresa nicht nur schön schreibt, sondern auch wunderschön spricht, macht diesen Podcast zu einem wirklichen Ohrenschmaus. Gehört habe ich ihn übrigens auf meinen neuen Bose Quiet Comfort 35 ii Kopfhören, die ich mir nach einer repräsentativen Twitterumfrage inzwischen bestellt habe und mit denen ich sehr glücklich zusammenlebe.

Erkennen | Ich glaube, es war die liebe Lilian, die das Thema letzte Woche zuerst in meine Filterblase spülte und ich denke, dass ich ihr für ewig dafür dankbar sein werde. Denn jetzt weiß ich, dass Steve die Sonderzeichen auf der Tastatur nicht einfach vergessen, sondern nur ein bisschen besser versteckt hat. Und jetzt hätte ich gerne eine Auswertung dazu, wieviel Zeit Menschen weltweit hätten sparen können, wenn sie einfach mal das „a“ oder das „s“ oder auch das „n“ ein kleines bisschen länger gedrückt gehalten hätten.

Titelbild: Pixabay via Pexels

Ein Kommentar

  1. Das mit den Sonderzeichen ist so alt noch nicht – was Sonderzeichen auf der Apple-Tastatur anbelangt, die fand ich immer schon besser installiert und kommuniziert als das Nummern-Coding bei Windows. Also … mache Dir da keine Sorgen um die Apple verwendenden Menschen. 🙂

    Die Liebeserklärung zur re;publica ist wunderschön! Ganz ehrlich.

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