Es ist kurz vor Urlaub

Counting | Es mag für Außenstehende möglicherweise merkwürdig klingen, dass ich nach knapp zwei Monaten im neuen Job schon zwei Wochen Urlaub mache. Zumal ich ja von Mitte Dezember bis Anfang Februar frei hatte und mich da hätte hinlänglich erholen können. Aber für mich gibt es einen entscheidenen Unterschied zwischen „frei haben“ und „Urlaub machen“ und zwar insbesondere deshalb, weil ich mich aus lebenshygienischen Gründen von einem Job getrennt habe und kaum eine Vorstellung davon hatte, was mich im neuen Job erwarten würde. DAS ist nicht erholsam. So sehr man sich auch bemüht, es so zu empfinden. Insofern ist der quasi übermorgen beginnende Urlaub (insofern wir einen fahrbaren Untersatz haben, der uns überhaupt ans Ziel bringt) ein wirkliches Highlight und für alle Beteiligten wohlverdient. Ich habe nichts dagegen einzuwenden, wenn Ihr Euch mit mir freut.

Pause | Ich habe mir noch nicht bis zu Ende überlegt, ob ich aus dem Urlaub tagebuchbloggen werde oder nicht. Zum einen finde ich das Gefühl im Zugzwang zu sein doch nicht so richtig erholsam, zum anderen erwäge ich, die Zeit in mein „Projekt“ zu investieren, denn neben dem normalen Wahnsinn komme ich kaum dazu, etwas tiefer in die Ausarbeitung hinein zu gehen. Es kann immer noch passieren, dass ich den inneren Drang verspüre jeden Schritt akribisch zu dokumentieren oder dass ich wenigstens gelegentlich eine Blogpostkarte hinüber schicke. Vielleicht hülle ich mich aber auch ganz in Schweigen. Wir werden sehen.

Gesetzlich | Heute hatte ich meinen ersten Arztaufschlag als wieder gesetzlich Versicherte und ich muss sagen, dass ich den Unterschied durchaus merkte. Eine Rezeptaustellung, die ich gestern per Email erbeten hatte, damit ich heute nur noch schnell „reinspringen“ muss, war geflissentlich übersehen worden, so dass ich heute warten musste, bis der Arzt Zeit findet zu unterschreiben. In meiner (langen) Zeit als Privatpatientin bekam ich die Rezepte sogar zugeschickt und das oft ohne darum bitten zu müssen. Das ist alles sehr interessant. Und ich glaube, dass ich mit dem Wiedereintritt in die Gesetzliche – rein geschichtentechnisch – die Büchse der Pandora geöffnet habe. Mal sehen, ob das die Geschichten von der Bahn noch toppen wird. (On a different note: Ich habe mein L-Thyroxin bekommen und schon bald werde ich wieder ein richtige Mensch sein.)

Pitches | Gestern Abend war ich übrigens noch schnell bei den Halbzeitpitches unseres studentischen Think.Make.Start. – Formates und ich muss sagen, dass es mich tief beeindruckt, wie gut es gelingt mit den richtigen Inputs und Rahmenbedingungen in sehr kurzer Zeit sehr vielfältige Innovationen zu schaffen. Mindestens zwei der Ideen würde ich bei Serienreife zu kaufen erwägen. Was mich besonders flasht ist dabei, wie viele der Projekte inzwischen einen nachhaltigen, purposedriven Zweck verfolgen. Ich meine zu bemerken, dass wir gerade an einem Wendepunkt stehen, an dem diese Dinge plötzlich bei Innovationen viel wichtiger sind als rein wirtschaftliche Erwägungen. Ich mag das, sehr.

Titelbild: rawpixel.com via Pexels

2 Kommentare

  1. Hallo,

    ich habe vor einer kurzen Weile diesen Blog hier gefunden -ich weiß gar nicht mehr wie- und mich instant verliebt. So sehr, dass ich ihn direkt in meine Blogroll aufgenommen habe.

    Also, ich wollte mal hallo sagen und Blumen dalassen. Tolle Schreibe!
    Liebe Grüße

    Antworten

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