Mohn, Spinnen & etwas Weltschmerz

Ich habe ja mit dem Wetter ganz grundsätzlich meine liebe Not, es ist einfach zu viel von allem. Zu viel Schnee im Winter, zu viel Sonne im Sommer. Und viel zu viel Wind dazwischen. Nur gut, dass mit unserem Klima alles dufte ist, Mr. President.

Lecker | Ich lege mich übrigens fest, dass der Almighurt Mohn-Marzipan im Glas unter den Joghurten mit Geschmack ganz weit vorne in meiner persönlichen Favorit*innenliste liegt. Mensch. Ist. Der. Lecker. Und dass das Gebiss nachher aussieht wie ein niedlicher kleiner Dalmatiner, nun, das nehme ich als Kollateralschaden gerne in Kauf.

Apropos Dalmatiner | Silke hat mir gestern diesen hier gezeigt und obwohl ich genauso wenig ein Hunde- wie ein Pferdemädchen bin, bin ich ein bisschen verliebt in Wiley.

Seelensport | Sehr bewegt hat mich heute eine gerade beim Bayerischen Rundfunk gelaufene Doku mit der Manomama-Gründerin und Brichbag-Erfinderin Sina Trinkwalder. Ich „kenne“ Sina digital schon sehr lange und habe einen großen Teil ihres dort geschilderten Weges aus der Ferne mitverfolgt. Das ist ein sehr ehrliches, sehr nahes Portrait einer Frau, vor der ich aufrichtig meinen Hut ziehe. Das ist ein ganz besonderes Holz und leider sehr seltenes Holz, aus dem Du geschnitzt bist, Sina. Du rockst sowas von. (Danke für den Tipp, liebe Anett.) Große Guckempfehlung von meiner Seite!

Zwergenbart | Mein Übernachtungsbesuch erzählte mir heute früh, dass im Bart des Zwerges (lange Geschichte!) in unserem Gäste-WC gestern Abend eine sehr große und sehr schwarze Spinne saß, die es erwiesenermaßen jetzt nicht mehr tut. Ich werde nie wieder ein Auge zutun, geschweige denn diese Toilette benutzen. Vielleicht suche ich auch gleich eine neue Bleibe.

[Die liebe Gästin hat übrigens nach richtiger Deutung meines Gesichtsausdrucks sofort versucht, zu deeskalieren und gemutmaßt, dass unsere Katze der Spinne schon längst den Garaus gemacht hätte. Interessante Idee. Aber wenn nicht jemand das Spinnentier filetiert und in Sauce angerichtet hattet, dann würde ich das ausschließen.]

Das Nu |Mit ihrem neuesten Lied haben Revolverheld sich bei mir endgültig ein Denkmal gesetzt, denn während sie sonst vor allem in irgendeiner Vergangenheit rumschwelgen – wir sprachen darüber – , haben sie es jetzt tatsächlich auf den ersten Blick in die nackte Gegenwart geschafft. Allerdings – und das ist nämlich der eigentliche Kniff bei der Sache – ist ja bei „So wie jetzt“ klar, dass das Hier und das Jetzt zwei flüchtige Gesellen sind, die hier und jetzt ja im Prinzip auch schon fast wieder „früher“ sind. Und dann passt es ja wieder. Ihr könnt mir folgen?

Titelbild: Skitterphoto via Pexels.

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