Liebe, Lego & Linsen

Es war übrigens nicht dieser Valentin, der heute diese wunderschönen Blumen für mich gebracht hat. Es war der Mann, MEIN Mann. <3 Und ja: Ich habe wirklich ausgesprochenes Glück, das mir genau dieser (Mann), zugeteilt wurde.

Glotzen |Es gab eine gar nicht so kurze Zeit in meinem Leben, da lief in jedem Moment, in dem ich wach und zuhause war der Fernseher. Nicht, dass ich da dauernd hingeguckt hätte – oft liefen da auch Sender wie n-tv, die in einer langen Endlosschleife senden, aber ich mochte das Geräusch, mochte es, dass es in der leeren Wohnung nicht so still ist. Natürlich habe ich aber nicht ausschließlich passiv ferngesehen, ich hatte Routinen, bestimmte Tageszeiten, zu denen ich regelmäßig hinsah. So lief an jedem Morgen das Frühstücksfernsehen (der öffentlich rechtlichen – versteht sich), aber auch „Unsere kleine Farm“ und „Die Waltons“ fanden sich in einem meiner Hinschaufenster. Auch bildete ich mir ein, nur bei laufendem Fernseher einschlafen zu können (Ein Hoch der „Sleep“-Taste“), weswegen ich natürlich spätestens als Schlaf- und Wohnzimmer nicht mehr ein- und dasselbe Zimmer waren, zwei Fernseher besaß. Das änderte sich auch erstmal nicht, als ich nicht mehr alleine in der Wohnung hockte. Irgendwann – es muss so um die erste Schwangerschaft gewesen sein, bekamen der Mann und ich einen Rappel und schafften kurzerhand erst den einen, dann den zweiten Fernseher ab und lebten ein paar Jahre damit, nur auf dem Rechner Fernsehen gucken zu können, wenn wir denn Lust hatten. Und die hatten wir eigentlich selten. Es gab Fuppes und ein paar Reality-Shows als Twitter-Munition, aber sonst nichts. Und schon gar nicht aus Langeweile. Nun sind ein paar Jahre ins Land gezogen, wir haben die Familie und die Wohnung vergrößert und inzwischen tatsächlich auch wieder zwei Fernseher, aber wir Erwachsenen schauen weiterhin sehr selten und sehr selektiv. Neulich habe ich ein paar Tage hintereinander das Dschungelcamp angesehen und fand es körperlich anstrengend. Aus einem Grund, den ich kaum richtig erklären kann, hörte ich auf mich dafür zu interessieren, was im Fernsehen läuft. Und ich meine damit nicht nur Trash-TV, sondern irgendwie alles. Ich mag nicht mal mehr den Tatort und die Tagesschau anschauen. Irgendwie ist das Bedürfnis, das einmal so zentral war, plötzlich einfach wie vom Erdboden verschluckt. [Eine bisschen ärgere ich mich aber, dass ich die neue Sendung von Katrin Bauerfeind nicht gesehen habe, denn Christian hat einen tollen Text dazu geschrieben und ich würde ihn so gerne noch besser „mitfühlen'“ können.]

Bauen | Ich glaube, der kleine Kleine Herr und ich haben heute ein Wolkenkuckucksheim gebaut. Und was soll ich sagen: Man kann dort rutschen!

Belugalinsen | Heute saß ich mit einem lieben Kollegen beim Mittagessen als H. mit einem Teller Belugalinsen in der Hand geradewegs auf unseren Tisch zusteuerte und fragte, ob er sich zu uns setzen könne. Während wir nun parallel unsere Linsen löffelten, sprachen wir über konservative Unternehmenskulturen, zwei meiner früheren Arbeitgeber, Aktienkäufe, Zeichnungsgewinne, verschwundene Möbel und das Leben von der Hand in den Mund. H. ist übrigens CEO des Unternehmens, in dem ich jetzt arbeite. Und ein absolut positives Beispiel dafür, wie gut sich Management- und Leadershipskills miteinander vereinbaren lassen.

Titelbild: Pixabay via Pexels

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