Stinklaune, Schrunden & Schweizer Teigwaren

Lungern | An den Wochenenden gestatte ich es mir nicht selten, ganz unverblümt in den Tag hinein zu leben. Zwar bin ich aus kleinen Gründen hinsichtlich der Aufwachzeiten fremdgesteuert, aber es gelingt mir mit Engelszungen und Hütchenspielertricks doch meistens, noch etwas Zeit zum horizontalen Rumgammeln herauszukitzeln. Nach dem Frühstück geht so gegen zehn Uhr dann das samstägliche Kindersportprogramm los, für das sehr zu meiner Freude der Herr des Hauses verantwortlich zeichnet, so dass ich im Normalfall mit nur kleinen Unterbrechnungen bis nachmittags um vier störungsfrei tun kann, was mir beliebt. Meine stets prall gefüllte To-Do-Liste hätte da sicher einige Ideen, aber die weitaus meiste Zeit verfalle ich ins Prokrastinieren, nicht selten noch im Bademantel. Alleine in der Bude herumzulungern hat zwar einerseits einen gerade zu magischen Charme, führt aber dummerweise so gut wie nie dazu, dass ich mich ausgeglichen und zufrieden fühle. Wenn die Herrschaften gegen späten Nachmittag hier wieder eintrudeln und annehmen, dass ich es mir in meiner me-time habe richtig gutgehen lassen, kann es stattdessen passieren, dass sie mich mit einer völlig unmotivierten Stinklaune vorfinden (und ich im schlimmsten Fall immer noch den Bademantel trage).

Kinderfasching |Natürlich feiere ich niemals Fasching, nur Karneval, aber wenn man Verkleidungsoptionen für die Kinder kreieren muss, ist es letzten Endes egal, ob man nicht weiß, welches Karnevals- oder Faschingskostüm sie WIRKLICH gerne hätten. Wir starteten heute mehrere Versuche, die ich erfolglos abbrechen musste, da sie abwechselnd bei jedem zweiten Kostüm sagten „das will ich“. Ich habe sie dann aus Verzweiflung in die große Kunst des Shortlistings eingeführt, so dass ich nun von jedem genau drei Kostümwünsche erhalten habe: Der kleine Kleiner Herr wird also entweder als Chase von Paw Patrol, Dinosaurier oder Zauberer gehen (weil ich ihm etwa 20 Ninja-Kostüme verweigert habe) und der große Kleine Herr hat sich für Polizist, Rennfahrer oder auch Dinosaurier entschieden. Ich darf nun auswählen, was es am Ende wird und weiß natürlich schon jetzt, dass ich am Ende das Falscheste der drei Kostüme ausgewählt haben werde.

Schrunden | Die liebe Friederike hat mir angesichts meiner Schrunden – die Dinger an den Fingern sind nämlich die kleinen Schwester der Dinger an den Fersen, die ich glücklicherweise aber nicht habe – ein paar gute Salben- und Pflegetipps gegeben. Danke! Ich las zudem vor ein paar Tagen, dass es für dieses Leiden spezielle Fingerpflaster gibt und versuchte mich heute darin, diese zu beschaffen. Leider waren die beiden großen Drogerieketten nicht adäquat ausgestattet und die Apotheken hier auf dem Land natürlich schon seit Stunden geschlossen, als ich mich aus meinem Bademantel geschält hatte. In meiner Not suchte ich einen großen Online-Händler auf und der hatte meine Pflaster sogar im „SALE“. Mir nur knapp 100 Euro wäre ich dabei gewesen. Das fand ich etwas übertrieben und ich frage mich, wie solche Schwachsinnspreise zustande kommen und ob es wirklich Menschen gibt, die bereits sind, sie zu zahlen.

*Natürlich fand ich besagte Pflaster bei einer Online-Apotheke deutlich günstiger und ich bin nun sehr gespannt, ob ich durch sie endlich mit Linderung rechnen kann. Ich lasse Euch da selbstverständlich auf meine Finger schauen.

Vermüllen | In dieser Woche bin ich in einer Facebook-Timeline zwei Mal über Müllthemen gestolpert. Da war zum einen Sylvia, die auf Online-Shopping verzichtet, weil ihr der Verpackungsmüll zuwider ist und Carina, die versucht zunehmend plastikfrei zu leben, weil. In unserem Haushalt leben wir weder plastikfrei, noch halten wir uns beim Online-Shopping sonderlich zurück. Beides führt zwangsläufig dazu, dass wir zu viert echte Unmengen von Verpackungsmüll produzieren, was ich auf mehreren Ebenen problematisch finde. Ich würde daran gerne etwas ändern, auch wenn ich noch keinen realitätskonformen Masterplan habe, wie. Heute habe ich mir aber jedenfalls schon mal das von Carina empfohlene Shampoo am Stück sowie Zahnpastatabletten gekauft und bin sehr neugierig, wie ich mit Beidem zurecht komme. Irgendwas sagt mir, dass meine persönlichen Hygieneartikel von allem noch am leichtesten zu entplasitifizieren sind. Und wer weiß, ob ich nicht auf den Geschmack komme, wenn ich gleich mit einem Erfolgserlebnis einsteige. Wie ich das Online-Shopping besser in den Griff bekomme, weiß ich leider noch nicht, aber Sylvias Konzept, alle Bestellungen zu bündeln, in der Hoffnung, dass es da Verpackungssynergien gibt, finde ich für den Anfang schon mal nachahmenswert und für mich hinreichend herausfordernd.

Schlaumeiern | Ich gehe viele Wege in unserem Haus umsonst, weil ich unterwegs vergesse, warum ich sie überhaupt gegangen bin. Auch kann ich mir oft nur schlecht merken, was ich erst kürzlich in einem Buch oder einem Zeitungsartikel gelesen habe. Das ist vermutlich ganz normal, aber wenn man sich irgendwann mal den Schlaumeierpass abgeholt hat, dann regen sich schnell ernste Zweifel. Heute habe ich beim Windowshopping im AppStore das wissenschaftliche Gehirnjogging von Neuronation entdeckt, mit der man vorzüglich das Gehirn trainieren und damit den Verfall vielleicht ein bisschen länger aufhalten kann. Das Geheimnis liegt dabei in der regelmäßigen Übungen und die Aufgaben sind durchaus nicht anspruchslos. Beim initialen Test, den ich halb schlafend und schlecht sehend heute früh im Bett machte, habe ich schon mal sehr mäßig abgeschnitten und ich bin wirklich gespannt, ob sich das mit dem Training nachweisbar ändern lässt.

Lachst | Der Brüller des Tages kam heute übrigens von Mirko, der dieses schöne Bild auf Facebook teilte. Ich kenne leider den initialen Urheber nicht, aber möchte ihm für das große Entertainment wirklich herzlich danken.

Mahlzeit | Heute Abend gab es bei uns meine absolute Leib- und Magenspeise: Älpler Makkaroni in der vom-Mann-Edition. Ich dachte schon ein paar Tage latent darüber nach, dass ich darauf mal wieder Lust hätte, aber am Ende war heute der genau richtige Tag und es war lecker wie eh und je.

7 Kommentare

  1. IMHO setzen Händler ein Produkt auf einen Mondpreis, wenn sie nicht schreiben wollen, dass es gerade nicht lieferbar ist. Denn dann fallen sie evtl aus irgendwelchen Rankings raus. So können die Händler verhindern, dass das Produkt bestellt wird.

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