Von Aliens und anderen Prollen

Lemongrass. Ich lege mich hiermit fest, dass mein bisher liebster ätherischer Raumduft Lemongrass ist. Das riecht nämlich wie der Teig von meinem Spritzgebäck in den Vorweihnachtszeit schmeckt und das ist sehr lecker. Mir geht vor Geruchsglück fast das Herz über und das, obwohl es gerade mal wieder besonders schwer in mir herumlungert. Umso besser eigentlich, dass das Lemongrass es Hüpfen macht.

Frank & frei | Gerade gehe ich sehr offen damit um, was mir im neuen Job taugt und worüber ich mich gräme. Ich glaube nämlich, dass es niemandem hilft, wenn ich mich hinter einer guten Miene und einem Sack voll hilflos optimistischer Affirmationen verstecke. Nicht meinem Chef, nicht dem Team und am wenigstens mir selbst. Ich habe das nicht immer so offen gespielt in der Vergangenheit, was dann eben auch dazu führte, dass es ziemlich viele Menschen verdutzte, dass ich – in ihren Augen – spontan das Handtuch werfe und weiterziehe. Natürlich war es nie spontan, sondern immer das Resultat eines längeren Selbstzermürbungsprozesses, den ich aber exzellent verborgen habe. Das möchte ich so nicht mehr leben, auch wenn das natürlich heißt, das Visier zu lüften und sich verwundbar zu machen. Und zu akzeptieren, dass das vollkommen ok so ist.

UFOs | Bei uns in Garching ist morgen mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen, denn es soll dort „bemannte Fluglandungen“ geben. Wenigstens scheinen die Aliens wohlerzogen genug zu sein, dass sie sich rechtzeitig vorher ankündigen. Leider muss ich mir jedoch die Chance, von ihnen entführt und untersucht zu werden, morgen entgehen lassen, denn ich habe beschlossen, das Home Office zu hüten.

Proletarierleben | Am Wochenende haben wir uns köstlich über zwei Herren amüsiert, die scheinbar auch miteinander wellnessten, in erster Linie aber literweise Wein in sich hineingossen. Zunächst auf der Sonnenterrasse, später dann im Pool, wo der Kellner in regelmäßigen Abständen vorbei kam, um das Altglas zu entsorgen und neuen Wein in den bereitgestellten Kühler zu geben. Wir fanden das natürlich kollektiv total proletenhaft, ur-peinlich und völlig unangebracht. Unser Mißfallen ertränkten wir schließlich in einem schmackhaften und gut gekühlten Weißwein. Im Whirlpool. *hust*

Titelbild: Sigrid Abalos via Pexels

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