Bauchweh & Herzweh

Die Bienen sind in trockenen Tüchern. Das Volk begehrte laut genug, um die erforderliche Anzahl von Stimmen (mehr als 10% der Wahlberechtigten, also rund 1 Million) bereits vor dem Schlussgong zu erreichen. Nun muss er ran, der Herr Ministerpräsident.

Anstand | Auch wenn ich jetzt in dem wohl ultracoolsten und innovativsten Umfeld ever arbeite – als jedenfalls aus der Perspektive von Personen in meinem Alter – bin ich im Herzen ja nicht nur total gut erzogen sondern auch ein bisschen alte Schule. Deswegen war es für mich nicht nur selbstverständlich sondern vielmehr eine Frage der Ehre, in irgendeiner Form offiziell einzustehen. Und weil ich Kuchen latent langweilig finde und er auch nicht so wahnsinnig gut skaliert, erinnere ich mich an das beste Event-Cateringformat, das mir in meiner Hipsterzeit bisher begegnet ist: Lenas Candy-Bar. Kurzentschlossen habe ich sie zu Melanies Candy-Bar umgebrandet und in der Etagenküche aufgebaut. Eine kurze Inspektion am späten Nachmittag ergab, dass Menschen auch in Garching gerne Süßigkeiten essen. Allen voran leider ich.

Aus irgendeinem Grund musste ich dabei spontan an den Boss denken.

Briefkasten | Nachdem ich gestern über mein festes Shampoo und über meine Seifenerkenntnis gebloggt habe, steckte mir eine liebe Bekannte heute gleich ein Stück ihrer Lieblingsseife in den Briefkasten – mit Argan und Orangenblüten. Die riecht so toll, dass ich am liebsten gleich reinbeißen würde. Aber vermutlich fange ich erstmal mit waschen an. Danke nochmals, liebe Renate, das ist wirklich ganz bezaubernd von Dir!

Augenfeucht | Der große Kleine Herr, der gerade erst im September in die Schule kam und gefühlt also gerade erst mit dem Schreibenlernen begonnen hat, hat heute beschlossen, dass er eine Geschichte erfinden will. Der erste Satz steht schon und ich bin sicher, dass er Schriftsteller wird. Ich bin sicher, dass er nichts dagegen hat, wenn ich diesen mit Euch teile:

“Das Minjamonster lebt im Erdkern und züchtet Lavakristalle.”

Ja, ich bin gerade eine ziemlich stolze Mama <3 Und wenn die Geschichte fertig und verlegt ist, liefere ich den entsprechenden Link nach.

Still heartbroken | Gerade lief im Radio “One more light” von Linkin Park und ich habe gemerkt, dass ich auch im zweiten Jahr nach Chester Benningtons Tod wirklich heartbroken bin. Was für ein Verlust – auch für mich ganz persönlich. Die Musik von Linkin Park, seine Musik, war in einer nicht ganz so einfachen Zeit mein sicherer Hafen. Damals habe ich die DVD (Ihr kennt das Format, oder?) “Live in Texas” rauf und runter geschaut. Denn niemand konnte je schöner laut schreien als Chester. Und nicht nur das fehlt.

4 Kommentare

  1. Oma Lisa ist gespannt …) wie die erfundene Geschichte ausgeht…Oma ist so stolz auf den grossen Kleinen Herr….schon bald können wir schöne Brieflein schreiben einander…..

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    1. Ich bin auch gespannt. Wenn wir sie verlegt bekommen, bekommt die Omi natürlich eine handsignierte Ausgabe 😉

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  2. Liebe Güte, Chester. <3

    Wir haben Linkin Park 2017 auf dem SOUTHSIDE noch live gesehen – ganz kurz bevor er beschloss, dass er nicht mehr kann. :'-(
    (Das ganze Konzert kann man hier angucken: https://www.youtube.com/watch?v=CHMdj1GXY1s)

    Wie er in dem von Dir verlinkten Video und auch beim Konzert mit den Menschen interagiert, das ist heartbreaking. Wie er sich ganz unverhohlen Trost holt, Nähe, Zuneigung, und es doch nie genug ist.

    Na toll, jetzt heule ich wieder. Trotzdem danke fürs Teilen. FCK DEPRESSION.

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