Katzenjungs, Krankheiten &

Sylvester | Ist eine Katzenfigur in einem amerikanischen Kartoon. Ist ein alternder amerikanischer Schauspieler. Ist nicht der letzte Tag des Jahres. Nur, um es mal gesagt zu haben.

Böller | Finde ich heute wie in jedem anderen Jahr überflüssig und das OBWOHL ich aus der Heimat der Böller komme, nämlich aus Eitorf an der Sieg, wo die WECO zuhause ist.

Gesundheit | Seit dem 22. Dezember (die Uhrzeit weiß ich nicht mehr genau), kränkele ich mal mehr, mal weniger intensiv vor mich hin. Zum Jahresabschluss gibt es Halskratzen. Das kann gerne weg.

Rückblick | Mein Jahr war spannend und ereignisreich – diesmal vor allem in beruflicher Hinsicht. Ende Juni habe ich ungeplant meinen Job gekündigt und das ohne einen neuen Job in Aussicht zu haben. Mein Bauchgefühl hat mir gesagt, dass es nach sieben Jahren Zeit für mich ist, etwas anderes zu tun. Was genau das sein würde, das konnte mir mein Bauch zu dem Zeitpunkt zwar noch nicht sagen, aber wir waren uns einig, dass es gut werden würde. Die Reaktionen der Anderen waren sehr unterschiedlich: Viele Menschen haben mir nahezu überschwänglich gratuliert – fast so als hätten sie darauf gewartet, dass ich diese längst überfälligen Schritt endlich gehe. Andere habe ich ratlos hinterlassen: Augenscheinlich hatte sich meine Karriere gerade in den letzten beiden Jahren doch sehr gut entwickelt und ohne einen neuen Vertrag in den Händen zu haben, erweckte das bei Jenen wohl eher den Anschein einer Kurzschlussreaktion als einer wohl überlegten Entscheidung. Tatsächlich war es viel besser und vor allem länger überdacht als viele andere Dinge, die ich bisher getan habe. Mir fehlte es nur lange an Mut. Und an Selbstvertrauen. Begegnungen (vor allem die mit meinem allerbesten Mentor Marcus) und Gespräche (mit dem weltbesten Mann Philippe und meinem lieben Wegbegleiter Robert) haben mir sehr dabei geholfen, Beides zu finden und nicht gleich wieder zu verlieren. Beim Mut bin ich für meine Verhältnisse jetzt ganz weit vorn, der Rest geht etwas langsamer, aber ich bleibe dran. Bereut habe ich die Entscheidung noch an keinem einzigen Tag, denn die Freunde, die ich in sieben Jahren bei meinem alten Arbeitgeber gewonnen habe, die werden mir bleiben, das weiß ich. Im Februar beginne ich einen neuen Job und ich freue mich unglaublich darauf, dass ich dort die Möglichkeit bekomme, mich selbst noch mal neu zu erfinden. Stay tuned.

Mimimi | Ich neige jüngst ein wenig mehr als gewöhnlich zum irgendwas-im-Auge-haben und ich fürchte, dass es dieses Älterwerden ist, von dem sie alle reden.

Landleben | In unserer Gemeinde (wir wohnen nämlich seit Februar aus Gründen quasi auf dem Land), da gibt es ein Blättchen, in dem alles steht, was man hier zum Überleben so wissen muss. Wann die Müllabfuhr kommt, wo man den Nikolaus buchen kann und wann die nächste Klangschalenmeditiation stattfindet. Neben dieses wichtigen Dingen, ist das Blättchen aber auch ein Selbstdarstellungsforum unseres Bürgermeisters (CSU, what else?). Er ist nicht nur Bürgermeister sondern auch ortsansässiger Landwirt und Besitzer von fast allem hier. Ich mir regelmäßig einen Spaß daraus zu zählen, auf wie vielen der im „Lebendiges Vaterstetten“ abgedruckten Bilder er erscheint. In der Dezemberausgabe erreicht der Bürgermeisterkult mit elf (!!!) Abbildungen wohl ihren traurigen Höhepunkt. Ich fürchte, ich fremdschäme mich dafür weitaus mehr, als er sich selbst schämt.

Silvester-Menü | Nach dem Trubel der Weihnachtstage haben der Mann und ich uns für ein sehr ruhiges Familiensilvester entschieden, mit hübsch anziehen und lecker essen. Es gab heute:

Linsen-Tartar auf Ruccola-Gurken-Salat
Linguine mit Kürbispesto
Gedünstete Himbeeren mit Lorbeercreme und Gin

Und es war sooo lecker.

Titelbild: Me, myself & I

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