Ein Kleinod, Kekse & kein Schnee

Schnee | Ich werde heute fast nichts über Schnee schreiben, auch wenn es mir schwer fällt. Nur soviel: Auch in Garching liegt Schnee.

Garchinger Atriumsschnee

Sir Marcus | Es gibt einen Menschen, der mich im letzten Jahr ein gutes Stück meines Weges als Mentor begleitet hat. Und neben all den Dingen, die er mir geholfen hat, über mich zu erkennen, habe ich über ihn erkannt, dass er nicht nur ein ganz besonders weiser sondern zugleich auch ein besonders talentierter Mensch ist. Ein menschliches Kleinod. Ich bin sehr froh und dankbar, dass sich unserer Wege gekreuzt haben. Deshalb möchte allen, die ihn unverständlicherweise noch nicht kennen, ans Herz legen, sich sein neuestes Video anzusehen oder am besten gleich seinem YouTube Kanal so schnell wie möglich zu folgen.

Geduldsspiele | Nachdem ich heute handverlesen wurde, den kleinen Kleinen Herren in den Kindergarten zu bringen, habe ich das Niedliche mit dem Nützlichen verbunden und bin – bevor der Schweinehund aufwacht – gleich weiter ins Fitnessstudio gefahren. Während ich neulich um 6:30 Uhr mutterseelenallein im Studio war, war das Studio heute gegen 8:30 Uhr verhältnismäßig gut besucht – zum weitaus größten Teil von Menschen reiferen Alters. (Als der Trainer mir beim Einstieg sagte, das Durchschnittsalter im Studio läge bei über 40 Jahren, hielt ich das für Marketing, inzwischen weiß ich, es ist die Wahrheit.) Ich empfinde dieses Klientel ja durchaus als sehr angenehm, denn die älteren Damen und Herren neigen weder zu den in Muckibuden üblichen Brüllaffengeräuschen im Freihantelbereich, noch zum übertriebenem Posing vor dem Spiegel (oder in der Nähe des Eingangs zur Damenumkleidekabine). Und es ist natürlich auch immer schön zu sehen, wenn Menschen sich bis ins hohe Alter fit halten. Heute allerdings kam mir der nicht ganz unbegründete Verdacht, dass viele der netten Damen und Herren nur zweitrangig aus sportlicher Motivation hier sind. Besonders in der Cardioecke gibt es nämlich die, die in großen und kleinen Gruppen über Stunden hinweg über das Leben im Allgemeinen und die Krankheiten im Besonderen plaudern (wobei eine(r) dabei „outworked“ und die Anderen drum herum stehen). Und dann sind da noch die, die stundenlang Schneckencardio machen – vornehmlich auf dem Ergometer – und dabei die ganze Zeit auf dem Bildschirm rumpatschen, weil sie in Wirklichkeit auf dem Bildschirm irgendwelche Kartenspiele spielen. Die haben es doch alle faustdick hinter den Ohren! Nach heute würde es mich auch nicht wundern, wenn plötzlich mal die Eine oder der Andere die Boule-Kugeln aus der Sporttasche zöge, um in der Mattenecke ein spontanes Turnier zu starten. Ich würde darüber berichten, versteht sich.

Oberfläche | Ich habe anlässlich eines tollen Events heute Nachmittag meinem neuen Arbeitgeber einen Besuch abgestattet. Ich kann Euch nicht genau sagen, worum es ging und was ich genau dort gemacht habe. Nur soviel, dass die Kekse auf dem Titelbild etwa drei Stunden vor mir standen, ohne dass ich sie angerührt habe. Und dass ich vergessen hatte, mir die Wimpern zu tuschen, was zwar eigentlich der viel größere Skandal ist, andererseits aber auch ein wenig hervorragend zum örtlichen Spirit passte.

Lesung | Dem Sohn las ich heute Abend übrigens aus „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ vor, was wir Beide gleichermaßen lustig fanden, weil wir hier alle große Hotzenplotz-Fans sind, auch wenn die Süddeutsche Zeitung beim Erscheinen des Buchs aufdeckte, dass es sich wohl um eine große Mogelei handle. Mogeln ist natürlich doof, aber ganz im Sinne von Kasperls Großmutter würde ich in diesem speziellen Fall sagen: „Schwammerl drüber.“

Titelbild: Me, myself & I

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