Lichtgestalten, Pupsgeruch & jede Menge Adjektive

Fangirling | Lasst uns bitte über Gary Lightbody sprechen und darüber, wie geerdet, nahbar und demütig er gestern Abend zusammen mit seiner Band (Snow Patrol ftw!) einem dankbaren Publikum ein wunderbares und ganz sicher unvergessliches Konzert geschenkt hat. Und das Publikum hat es auf besondere Weise mitgetragen – und ja, ich hatte gestern Abend sehr oft was im Auge. Snow Patrol haben fast zwei Stunden lang gespielt und es war ein Feuerwerk aus alten und neuen Liedern. Eines der Highlights war auf jeden Fall Run, Ihr wisst schon, das Lied, bei dem völlig unverständlicherweise alle zuerst an Leona Lewis denken.

Spektakulär war übrigens auch die Lichtshow, die aber angenehm wohl dosiert zum Einsatz kam. Bei der Zugabe war Garys Stimme hörbar erschöpft, aber er hat darüber hinweggelächelt, so wie er eigentlich das ganze Konzert über dauernd scheu gelächelt hat. Hach.

Der Mann und ich sind schon seit einigen Jahren treue Fans der Band, aber leider war es in den letzten Jahren sehr ruhig um sie geworden. Über die Hintergründe für die lange Sendepause gibt es übrigens ein sehr lesenswertes Interview mit von Cole Moreton mit Gary.

Es gab beim Konzert übrigens zwei opening acts, die wirklich vom Feinsten waren. Zunächst spielte JC Stewart, von dem weder der Mann noch ich vorher je was gehört hatten, der uns aber sofort flashte und von dem man ganz hoffentlich noch eine Menge hören wird. Und schließlich kam dann völlig überraschend auch noch Foy Vance, aktuell einer der liebsten Musiker des Mannes.

Flatulenzen | Ich bin mir sicher, dass Ihr das nicht lesen möchte, aber ich habe mir vorgenommen hier die prägendsten Eindrücke meines Tages zusammenzufassen und das war heute eben ein durchdringender Pupsgeruch, der sich durch den Tag zog wie ein roter Faden. Zunächst begegnete er mir als ich die Tür zum Bällebad des Hortes öffnete, dann im Wartezimmer des Zahnarztes und schließlich – in regelmäßigen Dosen – während des gesamten Snow Patrol Konzertes. Als olfaktorisch empfindlicher Menschen prangere ich das an und finde, dass der Tag es eigentlich nicht verdient hat, so in mein Gedächtnis zu wandern. Und: Wasn’t me.

Schlafende Zähne | Der große Kleine Herr musste heute leider einen Zahn gezogen bekommen, weil sich Milchzahn und Erwachsenenzahn blöde in die Quere gekommen sind und eine Entzündung vorgerufen haben. Ich selbst gehe wahnsinnig ungerne zum Zahnarzt, weil immer irgendwas gemacht werden musste, solange ich mich zurückerinnere. Gezogen wurde mir aber noch nie ein Zahn – ich habe mir das nur oft vorgestellt und fand die Vorstellung alleine schon schrecklich. Trotzdem meiner Angst, musste ich natürlich für den Großen gute Miene zum bösen Spiel machen, denn wenn ich eines nicht will, dann ist es, meine Ängste an die Kinder zu vererben. Zum Glück haben wir eine wirklich großartige Zahnärztin gefunden, die mit Erklärungen, kleinen Spielen, Ablenkung und viel, viel Reden das Zähneziehen so „schön“ gestaltet hat, dass ich gleich auch Lust bekommen habe. Naja, vielleicht nicht ganz. Der Große hat toll mitgemacht und es floss nicht eine Krodkodilsträne. Ich glaube, dass es so wichtig ist, Kinder so an manchmal unangenehme Dinge heran zu führen und behaupte, dass ich heute weniger Angst hätte, wenn meine Dentalsozialisation anders gewesen wäre. Spannend finde ich jedoch auch, dass es keine spezielle Kinderzahnarztpraxis mit viel Tamtam braucht, sondern lediglich viel Empathie und Offenheit, sich auf die Kinder einzulassen.

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