Steve, Jennifer & das kleine Mimimi

Wenn man das Wegelagerer-Leben nach sechs Wochen an den Nagel hängt und wieder einem geregelten Broterwerb nachgeht, dann ist das vor allem in Hinblick auf das #tagebuchbloggen ein echtes Problem. Denn: Es passiert ja quasi den ganzen Tag nichts, jedenfalls nichts, das sich in einem flapsigen Blogumfeld wirklich gut verwerten ließe.

Jobgedönse | Kurz habe ich überlegt, ob ich Euch erkläre, was ich in meinem neuen Job jetzt eigentlich so mache. Dann wiederum dachte ich mir: „Och nö.“ Schließlich sind wir ja eine Freizeitgemeinschaft. Wenn es Euch aber total interessiert, weil es nämlich wirklich ganz schön cool ist, dann schaut Euch doch einfach dieses Video (aus dem letzten Jahr) an.

Das steht vor unserer Bürotür. Wisster Bescheid.

The owls are not what they seem to be* | Wo wir gerade über Videos und Science Fiction sprechen. Gerade ist dieses Deepfake-Video von „Jennifer Lawrence-Buscemi“ im Umlauf, bei dem mir wirklich die Spucke wegbleibt. Björn hat dazu heute auf LinkedIn noch einen spannenden Artikel mit Hintergrundmaterial geteilt. Während bewegte Bilder in meiner Wahrnehmung bisher stets noch glaubwürdiger waren (weil man ES ja mit eigenen Augen sieht), führen sie uns in dieser Form noch viel heimtückischer hinters Licht als bloße Text (weil man ES ja mit eigenen Augen gesehen hat). Interessant finde ich in dem Kontext vor allem die Frage, ob uns diese Entwicklungen unterm Strich insgesamt argwöhnischer werden lassen, oder vielleicht doch nur gleichgültiger. Was meint Ihr?

(*Twin Peaks)

Mimimi | Das Tattoo wird morgen übrigens eine Woche alt. Im Heilungsprozess sind wir jetzt an der Stelle angekommen, wo es so aussieht, als würde die Farbe jetzt einfach abblättern. In dieser Zeit lebt der Inkee zwischen Hoffen und Bangen, denn man weiß ja nie, ob das nicht doch ein bisschen zu viel wegbröselt. Außerdem juckt es, ich reagiere auf die Tattoo-Creme allergisch und bin genervt, dass ich nicht zum Sport kann (ICH!!!).

Schneit | Hier im Ort nimmt die Sache mit dem Schnee langsam groteske Dimensionen an. Binnen nur einer Nacht hat es sicher 20 bis 30 cm geschneit – auf die Reste vom letzten Mal. Die Straßen sind mehr schlecht als recht geräumt und von dicken Schneewulsten gesäumt, die die Räumfahrzeuge hinterlassen haben. Auch vor den Stellplätzen und Carports haben sie Schneewulste hinterlassen, die von den Anrainer*innen wieder abgetragen werden müssen, sofern diese nicht zur Fuß zur Arbeit gehen oder gleich schwänzen wollen. Vor den Häusern bauen sich riesige Schneehügel auf, vereinzelt rodeln Kinder hinunter. Die ohnehin zu schmalen Straßen sind weiter verengt und die Schneewulste und Hügel verhindern, dass Autos an den Seiten parken können. Was gut ist, denn auch ohne parkende Autos ist das aneinander vorbei fahren schon ein bisschen wie Tetris. Man ich möchte mir einen großen Flammenwerfer kaufen und wie das leibhaftige Inferno durch die Gemeinde ziehen, um alles zu Wasser zu machen, was sich mir in den Weg stellt. Ich habe ihn so satt, den Schnee. Ja, sogar den, der in der Sonne so schön glitzert.

Titelbild: Rawpixel.com via Pexels

4 Kommentare

  1. Hm, die Headline hat mich jetzt getriggert, aber ich bin auch nach mehrmaligem Lesen unschlüssig, ob ich gemeint bin oder nicht… 😀

    P.S.: Ich lese auch so täglich mit, aber die Trigger ist schon nice. 🙂

    P.P.S.: Das zu Beginn genannte Problem habe ich auch. Ich hab zwar mein Büro im eigenen Haus, aber komme teilweise tagelang nicht wirklich aus dem Haus und da fehlt mir oftmals (leider) der tägliche Schreibstoff.

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    1. Du bist auf jeden Fall immer mitgemeint.

      Inspiration: Eigentlich sind diese Tage, an denen nichts passiert, dann aber doch wieder nicht so doof, denn dann fallen mir manchmal Dinge ein, die ich schon immer mal erwähnen wollte, die aber im Tagesgeschehen sonst untergingen.

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  2. Tattoocreme ist oft nicht so das gelbe vom Schmierei. Wir nehmen seit je her Weleda Calendula Pflegecreme. Und wir haben ja oft dazu die Gelegenheit 😀

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