Qualen, Quallen & jede Menge Holz

Läufchen | Gelegentlich, wenn das Feiern etwas länger geht (der Mann und ich hatten gestern völlig ungeplant eine 1A-Party bis in die frühen Morgenstunden) und doch ein paar Gläser von diesem oder jenem im Spiel sind, fühle ich mich am Morgen danach nicht unbedingt wie aus dem Ei gepellt. Mein Magen ist leider ein ziemliches Mimöschen, was mich gut und gerne einen ganzen Tag lahm legen kann, wenn ich nicht gut aufpasse. Da ich das Theater schon kenne, suche ich stets nach neuen Strategien, um das Unheil im letzten Moment noch abzuwenden. Und nein, kein Alkohol ist zwar eine Lösung, aber nur eine Notlösung. Kürzlich habe ich nun entdeckt, dass mir ein Läufchen an der frischen Luft wirklich schnell Linderung beschert und so trabte ich heute früh erstmal ein paar Minuten verkatert durch das Hood und fühlte mich danach gleich so gut wie neu (also im Rahmen des für mein Alter Möglichen.) Geärgert habe ich dann auch gleich schon wieder, denn überall auf dem Weg lag Feuerwerksmüll rum, für den sich natürlich niemand verantwortlich fühlt.

Basteln |Wie üblich habe ich am Silvestertag meine Neujahrsvorsätze mit mir ausgehandelt und anschließend feinsäuberlich in meines neues Bullet-Journal geschrieben. Wie bei wohl 90% derer, die überhaupt noch Neujahresvorsätze haben, sind bessere Ernährung und mehr Bewegung natürlich weit vorn auf der Liste – dicht gefolgt vom obligatorischen Sparen. The same procedure as every year. In diesem Jahr neu hinzu gekommen ist bei mir aber der Wunsch, die Zeit mit den Kindern bewusster zu erleben und zu gestalten. Oft merke ich im Alltag, dass dieses Familiending einfach so mitläuft. Klar malen wir was oder spielen Lego oder schauen gemeinsam Bücher an, aber eher dann, wenn es reinpasst und nicht wirklich geplant. Und das hätte ich gerne anders. Und so haben wir für heute geplant, gemeinsam zu basteln. Da ich zum Ausprobieren kürzlich mal die ToucanBox abonniert hatte, hatten wir heute Quallen und Schmetterlinge im Angebot und ich muss sagen – das haben wir gut gemacht.

Schatzsuche | Durch meine Mutter haben wir vor etwa fünf Jahren das Geocaching für uns entdeckt. Es ein Hobby zu nennen, wäre zu hoch gegriffen. Aber es ist doch ein amüsanter Zeitvertreib, an dem auch die Kinder Spaß haben und dem man fast überall auf der Welt und bei fast jedem Wetter nachgehen kann. Weil wir heute unbedingt noch kurz zum Lüften rauswollten und es schon deutlich Nachmittag war, als wir dazu bereit waren, kamen wir auf die Idee, für die Kinder Taschenlampen einzupacken und im Dunkeln Caches zu suchen. Als Ziel hatten wir uns vier Caches gesetzt. Aber irgendwie war der Wurm drin. Die erste Cacheserie, die wir ausgeguckt hatten, befand sich auf einem Baumlehrpfad jeweils in rund sieben Meter Höhe in den Bäumen. Dem zweiten Cache haben wir uns zunächst durch dichtes Dornengestrüpp von der falschen Seite genährt und ihn dann – auf der richtigen Seite – nach halber Wegstrecke Cache sein zu lassen, weil es für die Witterungs- und Lichtverhältnisse immer noch zu weit zu laufen gewesen wäre für den Nachwuchs. Der dritte Cache sollte „im Vorbeigehen“ in einer Kapelle mitgenommen werden können, allerdings war damit sicher nicht „im Dunkeln vorbei gehen“ und so waren wir auch hier erfolglos. Unser Ziel hatten wir unterdessen bereits auf ein Cache runterkorrigiert und den haben der Mann und der große Kleine Herr dann glücklicherweise beim letzten Versuch vor dem Heimweg noch gefangen. Damit haben wir Stand heute 91 Funde.

Zuhören | Gestern wurde ein neues Audible-Guthaben fällig und ich kann mir endlich wieder was auf die Ohren holen. Wenn jemand einen Tipp hat – immer her damit. Einzige Bedingung: Es müssen blutrünstige Psychothriller sein.

Titelbild: Me, myself & I

Ein Kommentar

  1. […] Melanie in ihrem aktuellen Tagesbericht schreibt, möchte auch ich natürlich gern und viel Zeit mit dem Kind verbringen – jetzt wie auch in der […]

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