Ein Rant, ein Raum & das Ruffini

Kinderarzt | Nachdem der jüngste Sproß gestern kurz vor Mitternacht weinend und mit hohem Fieber aufwachte und er eigentlich schon seit Dienstag latent fiebert, stand heute erstmal der Kinderarzt auf dem Plan. Und da der lokale Pädiater seinen verdienten Weihnachtsurlaub genießt, nutzten wir die Gelegenheit mal wieder bei unserem altem Doc in unserem (ur)alten Hood vorbeizuschauen.

Kein Kuchen | Eine Institution in unserem alten Hood (=Neuhausen) ist das „Ruffini„, da wegen zwei Dingen ganz besonders ist: Zum einen wird es gemeinsam von 26 Gesellschaftern selbstverwaltet, zum anderen gibt es im Ruffini den besten Kuchen Münchens, der auch im dazugehörigen Laden verkauft wird und den wir heute aus Gründen nicht gegessen haben.

Kellerpimpen | Es ist nämlich so, dass wir einen ziemlich großen Kelleraum haben, gegen den – mal abgesehen davon, dass er Souterrain ist – überhaupt nichts einzuwenden ist. Und gerade beschäftigen wir uns aus verschiedenen Gründen recht viel damit, den Raum wohnlicher zu machen, was uns gar nicht so schlecht gelingt. Inzwischen gibt es einen amtlichen Tischkicker, einen Basteltisch und eine bequeme Schlafcouch. Und heute kommt dann sogar noch ein kleiner Fernseher dazu, damit man da unten beim Bügeln und überhaupt. Wenn Ihr mich also künftig sucht: Treppe runter, dann links.

Kackservice | Ich habe noch ein iPhone 7, das ich nur interimistisch benutzt habe, bevor ich mir das X kaufte. Es ist in sehr gutem Zustand (soweit meine altersmüden Augen das beurteilen können) und ich hatte das Standardzubehör nicht verwendet. Weil ich es verkaufen wollte, schickte ich es an Wirkaufens.de , die mir zunächst einen guten Preis anboten, nach Prüfung aber Mängel (?) feststellten und das Preisangebot deutlich nach unten korrigierten. Der neue Preis lag nun deutlich unter dem, was ich mir vorstellte und so bat ich um Rücksendung. Und dann bekomme ich das Ding zurück und es ist schmutzig, nicht ordentlich verpackt und der originalverpackte Kopfhörer fehlte. Ich beschwerte mich per Email – nichts. Ich rantete ein bisschen auf Twitter und bekam stehenden Fußes eine Antwort – die mir allerdings überhaupt nicht schmeckt: Sie entsorgen nicht angefordertes Zubehör (wie z.B. Kopfhörer) immer, auch wenn der Ankauf nicht zustande kommt. Das steht so auch in deren AGB, ist aber aus mindestens zwei Gründen total daneben:

  1. Es ist nicht plausibel, dass sie das „kostenlose Entsorgen“ schon vor Zustandekommen des Kaufs anstoßen, denn natürlich will der potenzielle Verkäufer im Zweifelsfall alles zurück, was er hingeschickt hat und mir ist unklar, welcher Mehraufwand denen entstünde, wenn sie einfach alles in der Schachtel ließen.
  2. Sie entsorgen NEUWARE, also z.B. Kopfhörer, die sichtbar noch nie aus der Verpackung gelöst wurden. Das ist eine totale Ressourcenverschwendung.
  3. Sie haben absolut nichts davon, wenn sie im Sinne ihrer AGB zwar im Recht sind, aber auf Trustpilot oder von mir bei Twitter deutlich schlechte Presse bekommen.

Kinderspielchen | Heute haben Serotonic, Christian und ich uns implizit zum Monopolyspielen verabredet. Und ich freue mich wie Bolle.

Kino | Ich gehe leider nicht gerne ins Kino, aber täte ich es, würde ich mir sicher „A Star is Born“ ansehen, schon allein wegen der Musik und wegen Bradley Cooper. Das Lied da unten trifft jedenfalls genau meinen Augenpippinerv.

Krimi | Heute Abend gegen halb acht klingelte ein Mann mit Hund an der Tür – ich hatte beide noch nie gesehen – der mir sagte, dass bei einem meiner Nachbarn die Terrassentür sperrangelweit aufstehe, obwohl offensichtlich niemand zu Hause sei. Und das zur Einbrecher-Prime-Time! Ich versuchte natürlich gleich, besagte Nachbarn zu erreichen, aber natürlich erreiche ich sie nicht… Ich „sperrte“ also meine Kinder ein (mit denen ich alleine zuhause war), bewaffnete mich mit meinem Handy (für Licht und erste Tatortfotos) und schlich im Schutz der Dunkelheit hinüber, um todesmutig mit einem Fußstoß die Tür zuzuschieben – wegen der Fingerabdrücke. Kurze Zeit später rief der Nachbar mich zurück und sagte, dass sie schon auf dem Heimweg seien. Da ich nichts mehr hörte, kolpotiere ich hiermit eine gewisse Gedankenlosigkeit beim Verlassen des Hauses (die mich sehr an mich selbst erinnerte, nebenbei bemerkt.)

Titelbild: Alexander Dummer via Pexels

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